Handlungsbedarf im Jugendbereich!
28.01.2010:
"Die aktuellen Zahlen zur Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen in Österreich sind erschreckend - die Politik ist nun
gefordert, die gesellschaftlichen Ursachen der alarmierenden Zahlen
ernst zu nehmen und die Probleme an den Wurzeln zu bekämpfen",
analysiert Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung
(BJV), den heute durch die Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
präsentierten Gesundheitsbericht. "Vor allem die hohe Rate der
Suizidfälle zeigt klar auf, dass Kinder und Jugendliche häufig unter
massivem Druck stehen. Die Politik ist dringend gefordert, den
Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu bieten! Dazu braucht es endlich
gleiche Bildungschancen, eine auf Vollbeschäftigung zugeschnittene
Arbeitsmarktpolitik und ernst zu nehmende Mitbestimmungs-
möglichkeiten für Kinder und Jugendliche", betont Moitzi.
Angesichts des hohen Tabak- und Alkoholkonsums von Jugendlichen warnt die BJV die Politik vor falschen Schlussfolgerungen: "Angesichts der aktuellen Diskussionen um die Vereinheitlichung des Jugendschutzes muss die Förderung der Präventionsarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich im Mittelpunkt stehen. Verschärfte Strafen oder restriktivere Regelungen beim Konsum von Tabak und Alkohol sind jedenfalls nicht zielführend", so Moitzi abschließend.
