FGM: Tabus brechen, Hilfe anbieten
05.02.2010:
Täglich werden weltweit tausende Mädchen genital verstümmelt. Eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sind Aufklärung und Sensibilisierung: „FGM kann nur bekämpft werden, wenn das Thema öffentlich wahrgenommen wird. Genitalverstümmelung passiert auch in Österreich und stellt neben den gesundheitlichen Risiken und körperlichen Qualen eine enorme psychische Belastung für die Mädchen dar, die sie ein Leben lang begleiten", erklärt BJV-Vorsitzende Magdalena Schwarz.
Aufklärungsarbeit müsse an verschiedenen Stellen ansetzen: „Mädchen müssen so früh wie möglich bezüglich ihrer Rechte und in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden. Andererseits braucht es Sensibilisierung auf verschiedenen Ebenen: im Asylbereich, in der Sozial- und Jugendarbeit, bei Hebammen, ÄrztInnen und PädagogInnen", fordert Schwarz. Ebenso müsse aufklärende Elternarbeit, die geschlechterspezifisch angelegt und in unterschiedlichen Sprachen angeboten wird, einbezogen werden.
„Um den Mädchen und Frauen helfen zu können, die akut von FGM bedroht oder betroffen sind, ist der österreichweite Ausbau von spezifischen Beratungs- und Interventionsangeboten notwendig", so Schwarz abschließend.
